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Sichere Passwörter

Wie wichtig ein gut gewähltes Passwort ist, zeigt die jüngsten Pressemitteilungen des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), in der mehrfach von gestohlenen Identitäten die Rede ist. Sichere Passwörter sind das A und O bei der Internetnutzung, auch wenn dieses Thema zuweilen lästig ist. Denn wer merkt sich schon gern dutzende verschiedene komplizierte Passwörter.

Doch um seine Privatsphäre und sein Privateigentum zu schützen, ist es unerlässlich auf grundlegende Aspekte bei der Passwortwahl zu achten:

Dazu gehören:

  • für jedes System ein anderes Passwort zu nutzen
  • keine Passwörter im Internet Browser zu speichern (Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen im jeweiligen Browser beachten)
  • die Passwörter in Abhängigkeit der Sensibilität der Daten im jeweiligen Account regelmäßig zu wechseln (alle 90 – 360 Tage)
  • Namen, Kfz-Kennzeichen, Geburtsdatum, Firmenname, Familienangehörige, Haustiere, Himmelskörper, Bildschirm- oder Tastaturaufschriften sind als Passwort ungeeignet und daher nicht zu verwenden
  • Trivialwörter bzw. Wörter aus dem Duden oder Lexikon zu vermeiden

Um der großen Anzahl an unterschiedlichen Passwörtern Herr zu werden, kann ein Passwortmanager Abhilfe schaffen. Dabei werden die Passwörter in die Software eingetragen, welche die Daten verschlüsselt speichert. Sie müssen sich dann nur das Masterpasswort merken, um den Passwort­manager zu öffnen. Einige bieten auch eine Drag & Drop – Funktion für Internetzugänge an, mit deren Hilfe Sie das jeweilige Passwort aus dem Passwortmanager in das entsprechende Feld ziehen. Eine extra Eingabe ist so nicht mehr notwendig und das Passwortdurcheinander ist geordnet.

Generell sind Passwörter mit den folgenden Eigenschaften zu verwenden:

  • Mindestens 8 Zeichen Länge. Sollte bei einzelnen IT-Systemen eine Beschränkung der Passwortlänge bestehen, wird ein Passwort mit der maximal möglichen Länge gewählt.
  • Für das Passwort muss mindestens ein Großbuchstabe, eine Zahl und/oder Satzzeichen verwendet werden.
  • Das Passwort sollte nicht aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmustern bestehen, also nicht asdfgh oder 1234abcd usw.
  • Einfache Ziffern am Ende des Passwortes anzuhängen oder eines der üblichen Sonderzeichen $ ! ? #, am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes zu ergänzen ist nicht empfehlenswert.

Fazit:    Das Passwort darf nicht leicht zu erraten sein!

Beispiele zum Erstellen komplexer Passwörter:

Variante 1 | Man denkt sich einen Satz aus und benutzt von jedem Wort nur den 1. Buchstaben (oder nur den 2. oder letzten, etc.). Anschließend verwandelt man bestimmte Buchstaben in Zahlen oder Sonderzeichen. Hier ein Beispiel:

Morgens stehe ich auf und putze meine Zähne.

Nur die 1. Buchstaben: MsiaupmZ.  è  "i" sieht aus wie "1"  è  "&" ersetzt das "und":

 

Passwort:                                           Ms1a&pmZ

 

Variante 2 | Man nimmt die Anfangsbuchstaben von Namen (z.B. von Familienangehörigen oder Freunden, …) und ergänzt diese mit Geburtstagsdaten. Hier ein Beispiel:

Geburtsdatum:                                                13.06.1955

Namen:                                              Peter, Heidi, Klara, Alpöhi

Nur die 1. Buchstaben kombiniert mit dem Geburtsdatum: P13H06K55A  è  einige große Buchstaben werden klein geschrieben  è  das Sonderzeichen "+" wird hinzugefügt

 

Passwort:                                           p13H06+K55a

 

Auf diese Weise kann man sich eine gute "Eselsbrücke" bauen. Es gibt aber auch viele andere Kombinationen, Tricks und Methoden, die genauso gut funktionieren.