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Google & Co.

„Wir wissen, wo du bist. Wir wissen, wo du warst. Wir wissen mehr oder weniger, worüber du nachdenkst“ Zitat von Google Boss Eric Schmidt.

Google wird vor allem mit dem Thema „Suchmaschinen“ assoziiert. Das hat einen trivialen Grund. Die Firma ist auf dem Internet-Suchmaschinenmarkt mit 79% weltweit Marktführer, in Deutschland gar mit einem Marktanteil von 87%. Andere Suchmaschinen geraten dabei durch die Marktmacht schnell in den Hintergrund. Aus diesem Grund empfehlen viele Datenschützer den Internetnutzern, sich mit den Konsequenzen der Nutzung von Google-Diensten, aber auch denen von ähnlichen Anbietern, ausein­anderzusetzen.

Suchmaschinen sind praktisch. Mit ihnen durchsucht man das Internet schnell und einfach nach Informationen. Dabei fallen zunächst einmal die IP-Adressen der anfragenden Computer sowie weitere Angaben über die Rechner der Nutzenden an. Zusätzlich stehen die Suchbegriffe zur Verfügung sowie das Datum und die Uhrzeit der Anfrage. Schließlich ist erkennbar, welche Webseite der Nutzende aus den gelisteten Resultaten tatsächlich ausgewählt und aufgerufen hat. Schon allein aus diesen Daten lässt sich ableiten, wofür sich eine Person wann interessiert hat. Werden viele solche Anfragen gemeinsam ausgewertet, lassen sich hieraus präzise Interessenprofile erstellen, also mit welchen Themen eine Person sich zu welcher Zeit beschäftigt hat. Werden diese Angaben einer konkreten Person zugeordnet, so lässt sich aus dem Anfrageprofil zumindest bei Personen, die regelmäßig Suchmaschinen nutzen, ein langfristiges Interessenprofil erstellen.

Es gibt zwei große Datenschutzthemen bei den Suchmaschinen. Das eine Mal erfolgt die Beein­trächtigung informationeller Selbstbestimmung durch die systematische Zusammenstellung der im Internet gespeicherten und verfügbaren Informationen zu einem Menschen. Haben Sie schon mal nach ihren Namen gegoogelt? Wissen sie, welche Informationen über sie im Internet zu finden sind? Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat in einem Urteil die Rechte von Privatpersonen auf den Schutz ihrer Persönlichkeit im Internet gestärkt. Suchmaschinedienste wie Google können dazu verpflichtet werden, Links aus ihrer Trefferliste zu löschen, die zu Webseiten mit sensiblen personen­bezogenen Inhalten führen.

Das andere Mal beeinträchtigt die Analyse des Such- und Surfverhaltens der Nutzenden durch die Suchmaschinenbetreiber deren Möglichkeit selbst festzulegen, „wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß“. Hier empfiehlt es sich auf Suchmaschinen wie z.B. ixquick zurückzugreifen, die auf die Speicherung der IP-Adressen verzichten. Um die Aufzeichnung von Nutzeraktivitäten durch Google Analytics zu unterbinden, bietet Google ein Browser-Add-on zur Deaktivierung von Google Analytics an. Einen Link hierzu findet man i.d.R. auch in den Datenschutzerklärungen auf den Internetseiten der Betreiber, die Google Analytics einsetzen.